sofia2Liebe Leserinnen und Leser,

der erste Monat LitAfrika liegt hinter uns! Er war vor allem geprägt vom 5. Dezember, dem zweiten Todestag der südafrikanischen Symbolfigur Nelson Mandela. Anlässlich dessen haben wir ein Interview mit dem Autoren Max Annas veröffentlicht, der sowohl hier als auch in seinen beiden bisher veröffentlichten Kriminalromanen kritische Worte zur derzeitigen Politik des ANC findet.

Weitere spannende, literarische Stimmen zum Land am Kap haben wir in kurzen Tipps vorgestellt, abseits von Nadine Gordimer oder J. M. Coetzee, die vielen bereits bekannt sind. Doch wir wollen natürlich vor allem Neues entdecken.

So wie Adewale Owoade. Der Nigerianische Lyriker und Gründer des Literaturmagazins EXPOUND kämpft in seiner Arbeit für die Enttabuisierung von Homosexualität. Etwas, das in vielen afrikanischen Ländern nicht nur tabuisiert, sondern gar verboten ist. Sein Gedicht Denn dein Körper nahm den falschen Weg nach Haus greift ein Ereignis auf, bei dem in Nigeria ein vermeintlich Schwuler zu Tode geprügelt wurde und sendet lyrische Worte in den Himmel, dank der Übersetzung von Julia Müller nun auch auf Deutsch.

Auf Deutsch ist zum Teil auch das Gespräch von Literaturnobelpreisträger Wole Soyinka mit Georg Dietz zum hochaktuellen Thema Terror, welches sie 2015 beim internationalen literaturfestival berlin führten. Es ist nun zum Anhören auf LitAfrika verfügbar!

Eine Rezension zu einem beinahe vergessenen Stück Prosa kommt von Sören Heim und beschäftigt sich mit Abdulrazak Gurnah aus Tansania. Sein Roman Das verlorene Paradies wirft bedenkenswerte Schlaglichter auf heute vieldiskutierte, selten durchdachte Themenkomplexe.

Zum Abschluss des Jahres gibt es als letzten Beitrag eine Kurzgeschichte aus Kenia. Die einer Reportage ähnliche Prosa von Leonhard F. Seidl handelt von einer wahren Begebenheit, die den Autoren von seiner Reise durch das Ost-afrikanische Land bis nach Hause verfolgte. Lesen Sie hier, warum das Schießen eines Fotos lebensgefährlich sein kann.

Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern einen guten Start ins neue Jahr und hoffen, Sie bleiben uns treu. Vorschläge, Anfragen und Wünsche, aber natürlich auch Kritik, können Sie gern an LitAfrika@gmx.de senden.

 

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