LitAfrika

Literaturen aus und über Afrika

Das Projekt

bildschirmfoto-2016-11-24-um-12-09-42Wenn die Erzählungen neu aufblühen, wenn Sprachen, Worte und Geschichten erneut in Fluss geraten, wenn die Menschen lernen, sich mit den Figuren jenseits der Grenzen zu identifizieren, dann wäre das ganz sicher ein erster Schritt in Richtung Frieden.“

Abdourahman A. Waberi
In den Vereinigten Staaten von Afrika, Hamburg 2007

LitAfrika hat sich zum Ziel gesetzt, Literaturen aus Afrika deutschen LeserInnen zu vermitteln.

Viel wird über die Länder südlich der Sahara diskutiert, Stereotype und Vorurteile stehen dabei Fakten gegenüber. Doch, um es mit einem afrikanischen Sprichwort zu sagen: „Solange die Löwen sich nicht ihre eigenen Geschichten ausdenken, werden in Jagdberichten immer Jäger die Helden sein.“ Um eine Kultur und ihre Menschen zu verstehen, lässt man also am besten die Menschen selbst zu Wort kommen. Und wie könnte das, hat man nicht die Möglichkeit das Land selbst zu bereisen, besser funktionieren, als durch Literatur?

Es gibt zahlreiche Autorinnen und Autoren die in ihren Heimatländern längst bekannte Vertreter ihrer Zeit sind, die hierzulande jedoch fast niemand kennt. Es braucht schließlich mehr als die AutorInnen. LiteraturvermittlerInnen, Verlage und ÜbersetzerInnen sind unabdingbar, um die Bücher der unterschiedlichen Länder einem breiten deutschsprachigen Publikum zugänglich zu machen. Aus diesem Grund möchte LitAfrika auch die Menschen hinter den Büchern vorstellen, Organisationen, wie die LitProm, die Übersetzungen fördern, Übersetzer, die in jahrelanger Tätigkeit viel für fremdsprachige Literatur schaffen, Vermittler, die durch Herausgeberschaften oder Rezensententätigkeiten versuchen, Literatur aus Subsahara-Afrika ins Licht zu rücken.

Doch so viele Bücher wie es gibt, so viele Meinungen gibt es auch. Afrika ist ein pluralistischer Kontinent auf dem knapp ein Drittel aller auf der Welt gesprochenen Sprachen gesprochen werden. Zahlreiche Kulturen, Religionen und Kunstformen sind über Jahrhunderte gewachsen und haben in vielen Regionen die Kolonialzeit überdauert. Der Kampf gegen unterdrückende Kolonialherren ist vielerorts in einen Kampf gegen unterdrückende Diktatoren übergegangen und wie in vielen Regionen der Welt, wird dieser Kampf auch durch die Kultur, die Literatur ausgetragen. Vergangenheitsbewältigung, Aufarbeitung von Erlebnissen, die man am liebsten vergessen möchte sowie das Anprangern korrupter Strukturen, patriarchaler Systeme und politischer Verfolgung sind ebenso Themen wie Neokolonialismus. Aber auch Coming of Age-Geschichten finden sich neben Themen wie Sexualität und Liebe, Emanzipation oder urbanes Leben im postkolonialen Afrika.

Meinungen sind so vielfältig, wie die afrikanischen Länder und so möchte LitAfrika neben der Perspektive afrikanischer AutorInnen, auch die Deutschsprachiger beleuchten. Menschen, die auf dem Kontinent leben oder lebten, ihn intensiv bereisen oder studiert haben, sind ebenso ein Stein des Mosaiks, wie die LiteratInnen der Länder selbst. Aus diesem Grund finden sich auf LitAfrika Übersetzungen von Kurzgeschichten afrikanischer AutorInnen, ebenso wie Originale von deutschsprachigen AutorInnen.

Denn: Die Vielfalt an Quellen ist es, die Meinungen fundiert sein lässt.

Stöbern Sie durch die Sammlung der AutorInnen aus Afrika, lernen Sie Verlage und Förderer kennen, lesen Sie sich durch den Schatz an Kurzprosa und finden Sie die richtige Lektüre in den Rezensionen.

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